2021, Vorwort Ausstellungskatalog "Ereignis Fotografie", 4D-Projektort des Bund Bildender KünstlerInnen Leipzig e.V., Tapetenwerk Leipzig

Obwohl die Tiefkühlpizza auf dem Teller nie so aussieht wie der Serviervorschlag auf der Verpackung, obwohl der Kindergeburtstag mit Geschrei endete und keinesfalls so idyllisch war wie er sich heute im Album darstellt, obwohl der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy sehr wohl die Speckröllchen an der Hüfte hatte, die ihm wohlmeinende Bildredakteure wegretuschierten, kurz: Obwohl das Wissen um die Manipulierbarkeit fotografischer Bilder allgemein verbreitet ist, gestehen Betrachter*innen einem Foto meist einen höheren Wahrheitsgehalt zu als einem Gemälde oder einer Zeichnung und attestieren eine Übereinstimmung von Wirklichkeit und fotografischem Abbild. Aus dieser Perspektive lassen sich die Arbeiten der Gruppenausstellung „Ereignis Fotografie“ als eine Befragung des Abbilds verstehen - weniger des Abgebildeten. Eine wichtige Unterscheidung zum Verständnis der zeitgenössisch-künstlerischen Fotografie und vielleicht auch der Frage nach ihrer Authentizität.

Die Fotografie ist im Verhältnis etwa zur Malerei oder dem Buchdruck ein sehr junges Medium und wie diese befindet sie sich in einem dauerhaften Transformationsprozess. Weil für sie jedoch im Vergleich zu den anderen Bildmedien immer effektivere Methoden der Vervielfältigung entwickelt wurden, ist unsere visuelle Gegenwart durchzogen von allgegenwärtigen fotografischen Bildern. Ein guter Zeitpunkt also, um die Möglichkeiten des künstlerisch-fotografischen Abbilds, die verschiedenen Formen der fotografischen Reproduktion aufzuzeigen und sie im Ausstellungsraum auf ihre Aussagekraft hin zu befragen.

In der Regel basiert die Fotografie als bildgebendes Verfahren auf der Verwendung optischer Systeme wie Objektiven, Kameras und lichtempfindlichen Oberflächen. Der Bildeindruck beim Betrachten einer Fotografie ist jedoch eine kognitiv erfahrene Information und wird maßgeblich durch kulturelle Faktoren bestimmt – wir erkennen Fotografien auch dann, wenn wir nichts über die technischen Vorgänge ihrer Produktion wissen. Für die Betrachtung spielt die Aufnahmetechnik und Reproduktionstechnik daher kaum noch eine Rolle. Für die Bilderzeugung - hier für den künstlerischen Schaffensprozess - spielt die Technik jedoch sehr wohl eine Rolle, ist sie doch Bedingung, sogar Thema vieler künstlerisch-fotografischer Werke, wie sie in der Ausstellung sehen können.

Die Fotografie ist grundsätzlich ein hybrides Medium. Heutzutage sind viele künstlerische Fotografien Hybride aus Analogem und Digitalem. Trotzdem kann man festhalten, dass jedwede Form der manuelle Herstellung einer Fotografie eine kulturelle Leistung darstellt. Es sind (handwerkliche) Kenntnisse erforderlich und mittels dieser erschafft man jedes Mal – trotz der Tatsache, dass es sich in der Regel um eine technische Reproduktion handelt – ein neues Original. Dies ist oftmals - nicht immer - auch ein maßgebliches Unterscheidungsmerkmal zwischen künstlerischer und angewandter Fotografie.

„Ereignis Fotografie“ zeigt einige dieser handwerklichen Fertigkeiten. Fotografien entstehen in der analogen Dunkelkammer, werden vom Negativ eingescannt, am Bildschirm bearbeitet und digital als Archival Pigment Print ausgedruckt, sie zeigen sich auf lichtempfindlichem Fotopapier, als Fotogravure, als Cyanotopie, als Fotokopie - um an dieser Stelle einige bildgebende Verfahren zu nennen. Sie werden Sie hier in der Ausstellung sehen und auch wahrnehmen können, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, welcher Kamera- und Reproduktionstechniken ein*e Künstler*in sich bedient. Denn diese hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Gezeigte. Auch die Haptik ist sehr wohl eine Frage der Fotografie. Das wird oft vergessen beim heute gewohnten medialen Bildschirm-Konsum von Fotografien jedweder Art.

Die vermutlich erste Fotografie der Welt „Blick aus dem Arbeitszimmer“ fertigte Joseph Nicéphore Niépce im Jahre 1826. Die in den Anfangsjahren der Fotografie hergestellten Bilder waren Unikate. Erst Jahre später, mit der Entwicklung des Negativ-Positiv-Verfahrens und der Erweiterung der Reproduktionstechniken, konnte die Fotografie die Welt erobern.
Als die Fotografie vor fast 200 Jahren das Licht der Welt erblickte, wurde sie anfangs auf ihre reproduzierenden Fähigkeiten sowie technische und mechanischen Aspekte reduziert und es wurde ihr abgesprochen, überhaupt für die künstlerische Arbeit tauglich zu sein. Doch die künstlerische Fotografie, die neben dem vermeintlich objektiven Abbild, den Bildaufbau und die Aussage plant und berücksichtigt, beanspruchte zunehmend ihren Platz zwischen den überlieferten bildenden Künsten. Und sie muß sich als reproduktives Verfahren, dem bereits eine gewisse Authentizität innewohnt, nicht hinter den vermeintlich authentizitätschaffenden, künstlerischen Verfahren verstecken.

 

03.10., 15. und 16.11. 2019 „Zeigen Sie uns Ihre Bilder!“

 

 

 

 

 

 

siehe auch:
http://www.halle14.org/ausschreibung.html
http://www.sandraschubert.com
https://www.volkskundemuseum.at/privatefotografie

 

2018, Workshop „The island in my mind. Poetics and politics of isolation“, Forum transregionale Studien/Prisma Ukraina, Berlin

Einladung der Kuratorin, Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin Katharina Mishchenko (Kiew, Ukr)

Der Künstler Marcel Noack und ich haben in diesem Rahmen unsere künstlerische Zusammenarbeit und Dokumentation des nationalsozialistischen Artefakts Prora auf der Insel Rügen vorgestellt. Titel: PRORA ISLAND. Portfolio auf Anfrage erhältlich.

 

Sommersemester 2015, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

EYES SEE YOU

Der Kurs EYES SEE YOU gliedert sich in einen freien und einen didaktischen Teil. Im Zentrum steht die Besprechung der eigenen fotografischen Arbeiten.
Die Teilnehmenden sind aufgefordert ihre Ideen und Fotografien im Kurs weiter zu entwickeln. Hierfür werden künstlerische und technische Grundlagen der Fotografie vermittelt. Was macht ein gutes Bild aus? Wie läßt sich eine Idee konkretisieren? Wie wird daraus ein Konzept für eine fotografische Serie? Welche verschieden künstlerische Strategien gibt es? Außerdem soll die Beschäftigung mit unterschiedlichen fotografischen Positionen und der Geschichte der Fotografie dabei helfen, mehr über Ihren eigenen Zugang zur Fotografie zu erfahren. Es werden grundlegende Fakten zur künstlerischen Fotografie vermittelt und tongebende, zeitgenössische FotografInnen, die sich auf verschiedenste Weise mit dem Medium Fotografie auseinandersetzen, vorgestellt. In diesem Semester liegt der Schwerpunkt darauf, die Teilnehmenden mit den Arbeiten der Lehrenden und verschiedener AbsolventInnen des Fachbereichs Fotografie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bekannt zu machen. Am Ende des Sommersemesters werden wir unser Augenmerk auf die Beteiligung an der Jahresausstellung der Abendakademie im Festsaal der "HGB Leipzig" richten. Hierfür werden die verschiedenen Präsentationsmöglichkeiten künstlerisch-fotografischer Arbeiten vorgestellt und erörtert.

 

Wintersemester 2014/15, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

BLACK AND WHITE IS COLOR

Im Mittelpunkt des einmal wöchentlich stattfindenden Kurses BLACK AND WHITE IS COLOR steht die gemeinsame Besprechung Ihrer eigenen fotografischen Arbeiten. Darüber hinaus werde ich Ihnen im Laufe des Kurses einen Überblick über die Geschichte der künstlerischen Fotografie geben. Den Schwerpunkt bildet hierbei die Entwicklung von der reinen Schwarz-Weiß-Fotografie hin zur Farbfotografie in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Wir werden über die Veränderungen der Möglichkeiten zur Bildgestaltung, sowie den jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext sprechen. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen fotografischen Positionen und der Geschichte der Fotografie wird Ihnen dabei helfen, mehr über Ihren eigenen Zugang zur Fotografie zu erfahren. Ich werde Ihnen FotografInnen, KünstlerInnen, TheoretikerInnen, Bücher und Zeitschriften vorstellen, die sich auf verschiedenste Weise mit dem Medium Fotografie auseinandersetzen. Ebenso werde ich Sie mit der Lehre der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bekannt machen. Optional sind gemeinsame Ausstellungsbesuche.

 

Sommersemester 2015, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

DARK ROOM / BRIGHT LIGHT

Was ist ein gutes Bild? Was ist mein gutes Bild? Nicht nur die spezifischen Bildinhalte oder der Bildaufbau und das Verhältnis zwischen heller und dunkler Fläche bestimmen eine gute fotografische Aufnahme, sondern auch die Zeit, der Raum und der Akt des Betrachtens. In welcher Epoche gilt jene Fotografie als gutes Bild, eine andere nicht? Was ist dargestellt? Warum gerade so? Wer betrachtet ein Bild? Wer entziffert ein Bild? Warum ist jenes Bild spektakulär und warum kann ein gutes Bild ruhig auch mal unscharf sein? Den Schwerpunkt des einmal wöchentlich stattfindenden Kurses DARK ROOM / BRIGHT LIGHT bildet die gemeinsame Besprechung Ihrer eigenen fotografischen Arbeiten. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen fotografischen Positionen und der Geschichte der Fotografie wird Ihnen dabei helfen, mehr über Ihren eigenen Zugang zur Fotografie zu erfahren. Ich werde Ihnen FotografInnen, KünstlerInnen, TheoretikerInnen, Bücher und Zeitschriften vorstellen, die sich auf verschiedenste Weise mit dem Medium Fotografie auseinandersetzen. Ich werde Sie unter anderem mit den Werken folgender KünstlerInnen und AutorInnen bekannt machen: Walker Evans, William Egglestone, Walter Benjamin und Hiroshi Sugimoto. Ebenso werde ich Sie mit der Lehre der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bekannt machen. Optional sind gemeinsame Ausstellungsbesuche.

 

Wintersemester 2013/14, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

THE GOOD PICTURE

Was ist ein gutes Bild? Was ist mein gutes Bild? Nicht nur die spezifischen Bildinhalte oder der Bildaufbau und das Verhältnis zwischen heller und dunkler Fläche bestimmen eine gute fotografische Aufnahme, sondern auch die Zeit, der Raum und der Akt des Betrachtens. In welcher Epoche gilt jene Fotografie als gutes Bild, eine andere nicht? Was ist dargestellt? Warum gerade so? Wer betrachtet ein Bild? Wer entziffert ein Bild? Warum ist jenes Bild spektakulär und warum kann ein gutes Bild ruhig auch mal unscharf sein? Im Mittelpunkt des einmal wöchentlich stattfindenden Kurses THE GOOD PICTURE steht die Analyse des Bildschaffens und –betrachtens. Wir werden uns diese Fragen gemeinsam anhand Ihrer eigenen Fotografien, sowie anhand von Veröffentlichungen, serieller Arbeiten und Fotobüchern zeitgenössischer, künstlerischer Fotografen und Fotografinnen stellen. Optional sind gemeinsame Ausstellungsbesuche sowie ein Besuch im „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“. Bezugnehmend auf Ihre eigenen Arbeiten und Interessen beschäftigen wir uns einführend mit dem zeitgenössischen künstlerisch-fotografischen Geschehen. Ich werde Ihnen im Rahmen des Kurses unterschiedliche fotografische Positionen vorstellen und mit Ihnen fototheoretische Texte, u.a. von Roland Barthes, Susan Sontag und Walter Benjamin, diskutieren. Dies soll Ihnen Rückschlüsse auf Ihre eigenen Arbeiten ermöglichen.

 

Sommersemester 2013, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

I TAKE PICTURES IV

Im Kurs I TAKE PICTURES IV setzen wir uns mit zeitgenössischen FotografInnen und KünstlerInnen sowie mit dem eigenen fotografischen Schaffen auseinander.
Im Mittelpunkt des einmal wöchentlich stattfindenden Kurses stehen die Auseinandersetzung mit der eigenen fotografischen Arbeit sowie das gemeinsame Gespräch über die Fotografien und die Fotografie selber. Was ist das spezifische an der Fotografie? Wo genau liegt das eigene Interesse an der Fotografie? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Was bedeutet für mich die Fotografie? Welche technischen Möglichkeiten habe ich? Ihnen werden Anregungen und Hilfestellungen angeboten, die eigene fotografische Bildsprache zu finden beziehungsweise zu konkretisieren. Grundsätzlich bietet der Kurs eine Beschäftigung mit dokumentarischer sowohl als auch inszenierter Fotografie Heute. Wir bewegen uns also unabhängig von Stil und Genre innerhalb des zeitgenössischen künstlerisch-fotografischen Geschehens. Ich werde Ihnen im Rahmen des Kurses unterschiedliche fotografische Positionen vorstellen und mit Ihnen fototheoretische Texte diskutieren. Dies soll Ihnen Rückschlüsse auf Ihre eigenen Arbeiten ermöglichen. Diese werden im Kurs gemeinsam besprochen. Es ist ein Anliegen an jede/n TeilnehmerIn, das eigene thematische Feld einzugrenzen, so dass wir uns am Ende des Kurses auf die Präsentation Ihrer Arbeiten bei Ausstellung der Abendakademie der HGB konzentrieren können. In diesem Semester werden uns insbesondere vier FotografInnen beschäftigen: Allan Sekula, Gary Winogrand, Diane Arbus, Michael Schmidt und Jochen Lempert. Die Auseinandersetzung mit konkreten Lebensläufen, Konzepten und der künstlerischen Entwicklung soll exemplarisch sein für einen Einblick in das zeitgenössische fotografisch-künstlerische Schaffen. Wie gehen die KünstlerInnen vor? Wie entwickeln sie ihre Arbeiten? Wie recherchieren sie und wie kommen sie zu Ergebnissen? In welchem Zusammenhang stehen die Arbeiten mit kunsttheoretischen Ansätzen?

 

Wintersemester 2012/13, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

I TAKE PICTURES III

Aufbauend auf die beiden vorangegangenen Kurse I TAKE PICTURES und I TAKE PICTURES II setzen wir uns mit zeitgenössischen Fotografen und Künstlern sowie mit dem eigenen fotografischen Schaffen auseinander. Die Teilnahme an den beiden vorangegangenen Kursen ist nicht erforderlich. Im Fokus des Kurses stehen die Auseinandersetzung mit der eigenen fotografischen Arbeit sowie das gemeinsame Gespräch über die Fotografien und die Fotografie selber. Was ist das spezifische an der Fotografie? Wo genau liegt das eigene Interesse an der Fotografie? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Was bedeutet für mich die Fotografie? Welche technischen Möglichkeiten habe ich? Ihnen werden Anregungen und Hilfestellungen angeboten, die eigene fotografische Bildsprache zu finden beziehungsweise zu konkretisieren. Grundsätzlich bietet der Kurs eine Auseinandersetzung mit dokumentarischer sowohl als auch inszenierter Fotografie heute. Wir bewegen uns also unabhängig von Stil und Genre innerhalb des zeitgenössischen fotografischen Geschehens. Jedoch werden wir am Anfang des Kurses gemeinsam Schwerpunkte heraus arbeiten, anhand derer wir uns durch den Kurs bewegen. Ich werde Ihnen im Rahmen des Kurses anhand von Vorträgen unterschiedliche fotografische Positionen vorstellen und wir werden gemeinsam Ihre eigenen Arbeiten besprechen. Die Auseinandersetzung mit Bekanntem und Relevantem soll dabei immer auch den Rückschluss auf Ihre eigenen Arbeiten ermöglichen. Es ist ein Anliegen an jede/n Teilnehmer/in, das eigene thematische Feld einzugrenzen, so dass wir uns am Ende des Kurses auf die Präsentation Ihrer Arbeiten bei Ausstellung der Abendakademie der "HGB" konzentrieren können. In diesem Semester werden uns insbesondere vier FotografInnen beschäftigen: August Sander, Hiroshi Sugimoto, Allan Sekula und Cindy Sherman. Die Auseinandersetzung mit konkreten Lebensläufen, Konzepten und der künstlerischen Entwicklung soll exemplarisch sein für einen Einblick in das zeitgenössische fotografisch-künstlerische Schaffen. Wie gehen die KünstlerInnen vor? Wie entwickeln sie ihre Arbeiten? Wie recherchieren sie und wie kommen sie zu Ergebnissen? In welchem Zusammenhang stehen die Arbeiten mit kunsttheoretischen Ansätzen?

 

Sommersemester 2012, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

I TAKE PICTURES II

Im Fokus des Kurses stehen die Auseinandersetzung mit der eigenen fotografischen Arbeit sowie das gemeinsame Gespräch über Fotografien und die Fotografie selbst. Was ist das spezifische an der Fotografie? Wo genau liegt das eigene Interesse an der Fotografie? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wo verorte ich mich in der Fotografie? Welche technischen Möglichkeiten habe ich? Ihnen werden Anregungen und Hilfestellungen angeboten, die eigene fotografische Bildsprache zu finden beziehungsweise zu konkretisieren. Grundsätzlich bietet der Kurs eine Auseinandersetzung mit dokumentarischer sowohl als auch inszenierter Fotografie heute. Wir bewegen uns also unabhängig von Stil und Genre innerhalb des zeitgenössischen fotografischen Geschehens. Jedoch werden wir am Anfang des Kurses gemeinsam Schwerpunkte heraus arbeiten, anhand derer wir uns durch den Kurs bewegen. Ich werde Ihnen im Rahmen des Kurses anhand von Vorträgen unterschiedliche fotografische Positionen vorstellen und wir werden Ihre eigenen Arbeiten besprechen. Die Auseinandersetzung mit Bekanntem und Relevantem soll dabei immer auch den Rückschluss auf Ihre eigenen Arbeiten ermöglichen. Es ist ein Anliegen an jede/n Teilnehmer/in, das eigene thematische Feld einzugrenzen, so dass wir uns am Ende des Kurses auf die Präsentation Ihrer Arbeiten bei Ausstellung der Abendakademie der "HGB" konzentrieren können. Ich werde Sie unter anderem mit den Werken folgender KünstlerInnen bekannt machen: Hans Peter Feldmann, Jitka Hanzlova, Sven Johne, Falk Haberkorn und Walker Evans.

 

Wintersemester 2011/12, Dozentin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Lehrinhalte

I TAKE PICTURES

Im Fokus des Kurses stehen die Auseinandersetzung mit der eigenen fotografischen Arbeit sowie das gemeinsame Gespräch über Fotografien und die Fotografie selbst. Was ist das spezifische an der Fotografie? Wo genau liegt das eigene Interesse an der Fotografie? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wo verorte ich mich in der Fotografie? Welche technischen Möglichkeiten habe ich? Ihnen werden Anregungen und Hilfestellungen angeboten, die eigene fotografische Bildsprache zu finden beziehungsweise zu konkretisieren. Grundsätzlich bietet der Kurs eine Auseinandersetzung mit dokumentarischer sowohl als auch inszenierter Fotografie heute. Wir bewegen uns also unabhängig von Stil und Genre innerhalb des zeitgenössischen fotografischen Geschehens. Jedoch werden wir am Anfang des Kurses gemeinsam Schwerpunkte heraus arbeiten, anhand derer wir uns durch den Kurs bewegen. Ich werde Ihnen im Rahmen des Kurses anhand von Vorträgen unterschiedliche fotografische Positionen vorstellen und wir werden Ihre eigenen Arbeiten besprechen. Die Auseinandersetzung mit Bekanntem und Relevantem soll dabei immer auch den Rückschluss auf Ihre eigenen Arbeiten ermöglichen. Es ist ein Anliegen an jede/n Teilnehmer/in, das eigene thematische Feld einzugrenzen, so dass wir uns am Ende des Kurses auf die Präsentation Ihrer Arbeiten bei Ausstellung der Abendakademie der "HGB" konzentrieren können. Ich werde Sie unter anderem mit den Werken folgender KünstlerInnen bekannt machen: Bernd und Hilla Becher, Joachim Brohm, Peter Piller, August Sander und Thomas Struth.

2021, Foreword Exhibition catalogue “Ereignis Fotografie, 4D project site of the Bund Bildender KünstlerInnen Leipzig e. V. , Tapetenwerk Leipzig
Althoughthe frozen pizza on the plate never looks like the serving suggestion on the packaging, although the children’s birthday party ended with screaming and was by no means as idyllic as it is today in the album, although former French President Nicolas Sarkozy did have the bacon rolls on his hip, which the well-meaning photo editor retouched away, in short: Although the knowledge about the manipulability of photographic images is widespread, viewers usually admit that a photo has a higher truth content than a painting or a drawing and attest that reality and photographic image coincide. From this perspective, the works in the group exhibition “Events Photography” can be understood as a questioning of the image less of the depicted. An important distinction for the understanding of contemporary-artistic photography and perhaps also the question of its authenticity.
Photography is a very young medium in relation to painting or printing, for example, and like the latter, it is in a permanent process of transformation. However, because more and more effective methods of reproduction have been developed for them compared to other image media, our visual presence is permeated by ubiquitous photographic images. This is a good time to show the possibilities of artistic-photographic imagery, the different forms of photographic reproduction, and to question them in the exhibition space as to their significance.
Photography as an imaging process is usually based on the use of optical systems such as lenses, cameras and light-sensitive surfaces. However, the impression of the image when looking at a photograph is a cognitive experience and is largely determined by cultural factors we recognize photographs even if we know nothing about the technical processes of their production. The recording technique and reproduction technique therefore hardly play a role in the observation. However, for the production of images in this case for the artistic process technology does play a role, since it is a condition, even the subject of many artistic-photographic works, as can be seen in the exhibition.
Photography is basically a hybrid medium. Today, many artistic photographs are hybrids of analogue and digital. Nevertheless, it can be said that any form of manual production of a photograph is a cultural achievement. It requires (handicraft) knowledge, and with this knowledge one creates a new original every time despite the fact that it is usually a technical reproduction a new original. This is often but not always also a significant distinguishing feature between artistic and applied photography.
“Ereignis Fotografie shows some of these craftsmanship skills. Photographs are created in the analogue darkroom, scanned from the negative, edited on the screen and digitally printed out as archival pigment print, they are shown on photo-sensitive paper, as photogravures, as cyanotopy, as photocopy to name a few imaging techniques. You will see you here in the exhibition and you will also be able to see that it makes a difference which camera and reproduction techniques an artist helps himself. This has a not to be underestimated effect on what is shown. The haptic is also very much a matter of photography. This is often forgotten in today’s accustomed media screen consumption of photographs of all kinds.
The probably first photograph in the world, “View from the window at Le Gras”, was taken by Joseph Nicéphore Niépce in 1826. The pictures produced in the early years of photography were unique. Only years later, with the development of the negative-positive process and the expansion of reproduction techniques, photography was able to conquer the world.
When photography was born almost 200 years ago, it was initially reduced to its reproductive abilities and technical and mechanical aspects, and it was denied that it was suitable for artistic work at all. However, artistic photography, which plans and takes account of the supposedly objective image, the composition of the image and the statement, increasingly claimed its place among the traditional visual arts. And as a reproductive process that already has a certain authenticity, it does not have to hide behind the supposed authenticity-creating artistic processes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

03.10., 15. und 16.11. 2019 „Zeigen Sie uns Ihre Bilder!“

 

 

 

 

 

 

see also:
http://www.halle14.org/ausschreibung.html
http://www.sandraschubert.com
https://www.volkskundemuseum.at/privatefotografie

 

2018, Workshop “The island in my mind. Poetics and politics of isolation”, Forum transregionale Studien /Prisma Ukraina, Berlin
Invitation of curator, author, editor and translator Katharina Mishchenko
(Kiev, Ukr)
Artist Marcel Noack and I presented our artistic collaboration and documentation of the National Socialist artefact Prora on the island of Rügen. Title: PRORA ISLAND. Portfolio available on request.

Summer Semester 2015, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture contents
EYES SEE YOU
The course EYES SEE YOU is divided into a free and a didactic part. The focus is on the discussion of his own photographic works.
Participants are encouraged to further develop their ideas and photographs during the course. For this purpose, artistic and technical basics of photography are taught. What makes a good picture? How can an idea be put into practice? How does this become a concept for a photographic series? What are the different artistic strategies? In addition, dealing with different photographic positions and the history of photography should help you learn more about your own approach to photography. Basic facts about artistic photography are conveyed and contemporary photographers who deal with the medium of photography in a variety of ways are presented.
In this semester, the focus is on acquainting the participants with the work of the professors and various graduates of the Department of Photography at the University of Graphic Arts Leipzig. At the end of the summer semester, we will focus on participating in the annual exhibition of the Abendakademie in the ballroom of the “HGB Leipzig. For this purpose, the different possibilities of presentation of artistic-photographic works are presented and discussed.

Winter semester 2014/15, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture contents
BLACK AND WHITE IS COLOR
The focus of the weekly course BLACK AND WHITE IS COLOR stands for the joint discussion of your own photographic works. In addition, I will give you an overview of the history of artistic photography during the course. The focus is on the development from black and white photography to color photography in the middle of the 20th century. We will talk about the changes in the possibilities for image design, as well as the respective historical and social context. Working with different photographic positions and the history of photography will help you learn more about your own approach to photography.I will introduce you to photographers, artists, theorists, books and journals who deal with the medium of photography in a variety of ways. I will also introduce you to the teaching of photography at the University of Graphics and Book Art Leipzig. Joint exhibition visits are optional.

Summer Semester 2015, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture contents
DARK ROOM / BRIGHT LIGHT
What is a good picture? What’s my good picture? Not only the specific image content or the image structure and the relationship between light and dark surfaces determine a good photographic shot, but also the time, the space and the act of viewing. In what era is one photograph considered a good picture, another not? What is depicted? Why just like that? Who looks at a picture? Who decipheres a picture? Why is that picture spectacular and why can a good picture be blurred? The focus of the weekly course DARK ROOM / BRIGHT LIGHT is the collective discussion of your own photographic works. Working with different photographic positions and the history of photography will help you learn more about your own approach to photography. I will introduce you to photographers, artists, theorists, books and journals who deal with the medium of photography in a variety of ways. I will introduce you to the works of the following artists and authors: Walker Evans, William Egglestone, Walter Benjamin and Hiroshi Sugimoto. I will also introduce you to the teaching of photography at the University of Graphics and Book Art Leipzig. Joint exhibition visits are optional.

Winter semester 2013/14, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture content
THE GOOD PICTURE
What is a good picture? What’s my good picture? Not only the specific image content or the image structure and the relationship between light and dark surfaces determine a good photographic shot, but also the time, the space and the act of viewing. In what era is one photograph considered a good picture, another not? What is depicted? Why just like that? Who looks at a picture? Who decipheres a picture? Why is that picture spectacular and why can a good picture be blurred? The focus of THE GOOD PICTURE, which takes place once a week, is the analysis of image creation and viewing. We will ask these questions together using your own photographs, as well as publications, serial works and photo books by contemporary and artistic photographers. Optional are joint exhibition visits as well as a visit to the “Industrie- und Filmmuseum Wolfen. With reference to your own works and interests, we will deal with contemporary artistic-photographic events. During the course, I will introduce you to different photographic positions and discuss with you photoretical texts, among others by Roland Barthes, Susan Sontag and Walter Benjamin. This should allow you to draw conclusions about your own work.
 
Summer semester 2013, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture contents
I TAKE PICTURES IV
In course I TAKE PICTURES IV we deal with contemporary photographers and artists as well as with our own photographic work.
The focus of the once-weekly course is the examination of one’s own photographic work as well as the joint discussion about the photographs and the photography itself. What is specific about photography? Where exactly is your interest in photography? What are your strengths and weaknesses? What does photography mean to me? What technical options do I have? They are offered suggestions and assistance in finding or concretizing their own photographic imagery. Basically, the course offers an exploration of documentary as well as staged photography today. Thus, we move independently of style and genre within contemporary artistic-photographic events. During the course, I will introduce you to different photographic positions and discuss photoretical texts with you. This should allow you to draw conclusions about your own work. These are discussed together in the course. It is important for each participant to define his/her own thematic field, so that at the end of the course we can focus on the presentation of his/her work at the exhibition of the Evening Academy of the HGB. This semester we will be focusing on four photographers: Allan Sekula, Gary Winogrand, Diane Arbus, Michael Schmidt and Jochen Lempert. The examination of concrete CVs, concepts and artistic development should be exemplary for an insight into contemporary photographic-artistic work. How do the artists proceed? How do they develop their work? How do they conduct research and how do they arrive at results? What is the connection between the works and art-theoretical approaches?

Winter semester 2012/13, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture content
I TAKE PICTURES III
Building on the two previous courses I TAKE PICTURES and I TAKE PICTURES II we deal with contemporary photographers and artists as well as with our own photographic work. Participation in the two previous courses is not required. The focus of the course is the examination of one’s own photographic work as well as the joint conversation about the photographs and the photography itself. What is specific about photography? Where exactly is your interest in photography? What are your strengths and weaknesses? What does photography mean to me? What technical options do I have? They are offered suggestions and assistance in finding or concretizing their own photographic imagery. Basically, the course offers an examination of both documentary and staged photography today. So we move independently of style and genre within contemporary photographic events. However, at the beginning of the course, we will work together to identify priorities that will guide us through the course. During the course, I will introduce you to different photographic positions through lectures and we will discuss your own work together. The examination of the known and the relevant should always allow the conclusion to be drawn from your own work.
It is important for each participant to define his/her own thematic field, so that at the end of the course we can focus on the presentation of his/her work at the exhibition of the Evening Academy of the “HGB. In this semester, we will be particularly busy with four photographers: August Sander, Hiroshi Sugimoto, Allan Sekula and Cindy Sherman. The examination of concrete curricula vitae, concepts and artistic development should be exemplary for an insight into contemporary photographic-artistic work. How do the artists proceed? How do they develop their work? How do they research and how do they arrive at results? What is the connection between the works and art-theoretical approaches?

Summer semester 2012, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture content
I TAKE PICTURES II
The focus of the course is the examination of one’s own photographic work as well as the common conversation about photographs and photography itself. What is specific about photography? Where exactly is your interest in photography? What are your strengths and weaknesses? Where do I find myself in photography? What technical options do I have? They are offered suggestions and assistance in finding or concretizing their own photographic imagery. Basically, the course offers an examination of both documentary and staged photography today. So we move independently of style and genre within contemporary photographic events. However, at the beginning of the course, we will work together to identify priorities that will guide us through the course. During the course, I will introduce you to different photographic positions through lectures and we will discuss your own work. The examination of the known and the relevant should always allow the conclusion to be drawn from your own work. It is important for each participant to define his/her own thematic field, so that at the end of the course we can focus on the presentation of his/her work at the exhibition of the Evening Academy of the “HGB. I will introduce you to the works of the following artists: Hans Peter Feldmann, Jitka Hanzlova, Sven Johne, Falk Haberkorn and Walker Evans.

Winter semester 2011/12, Lecturer at the Evening Academy of the Academy of Visual Arts Leipzig, lecture content
I TAKE PICTURES
The focus of the course is the examination of one’s own photographic work as well as the common conversation about photographs and photography itself. What is specific about photography? Where exactly is your interest in photography? What are your strengths and weaknesses? Where do I find myself in photography? What technical options do I have? They are offered suggestions and assistance in finding or concretizing their own photographic imagery. Basically, the course offers an examination of both documentary and staged photography today. So we move independently of style and genre within contemporary photographic events. However, at the beginning of the course, we will work together to identify priorities that will guide us through the course. During the course, I will introduce you to different photographic positions and we will discuss your own work. The examination of the known and the relevant should always allow the conclusion to be drawn from your own work. It is important for each participant to define his/her own thematic field, so that at the end of the course we can focus on the presentation of his/her work at the exhibition of the Evening Academy of the “HGB. I will introduce you to the works of the following artists: Bernd and Hilla Becher, Joachim Brohm, Peter Piller, August Sander and Thomas Struth.